Wiegesysteme für Gabelstapler: Lasten direkt im Materialfluss wiegen
Mit einem Wiegesystem für Gabelstapler lassen sich Paletten und andere Lasten direkt beim Transport, bei der Kommissionierung oder während der Verladung wiegen. Zusätzliche Fahrten zu einer stationären Bodenwaage entfallen und das ermittelte Gewicht steht unmittelbar für Kontrolle, Dokumentation oder Datenübertragung zur Verfügung.
Je nach Anwendung kann eine hydraulische Staplerwaage, ein wiegender Gabelträger oder ein System mit Wiegezellen die passende Lösung sein. Doch worin unterscheiden sich die verschiedenen Technologien? Welche Genauigkeit ist erforderlich? Und lässt sich eine Gabelstapler-Waage auch an einem vorhandenen Fahrzeug nachrüsten?
Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die wichtigsten Wiegesysteme für Gabelstapler und zeigt, welche Lösung zu welchem Einsatzbereich passt.
Was ist ein Wiegesystem für Gabelstapler?
Ein Wiegesystem verwandelt den Gabelstapler in eine mobile Waage. Die aufgenommene Last muss nicht mehr zu einer separaten Boden- oder Plattformwaage transportiert werden, sondern wird direkt am Fahrzeug gewogen.
Das Gewicht wird über ein Anzeigegerät in der Fahrerkabine ausgegeben. Abhängig von der Ausstattung können außerdem Tara-, Netto- und Bruttogewichte erfasst, mehrere Wiegungen addiert, Auftragsdaten zugeordnet, Etiketten gedruckt oder Informationen an ein ERP- beziehungsweise Warenwirtschaftssystem übertragen werden.
Mobile Wiegetechnik eignet sich unter anderem für:
- Wareneingang und Warenausgang
- Kommissionierung
- Versandkontrolle
- Produktionsversorgung
- Bestandskontrolle
- Stückzählung
- Beladung von Fahrzeugen
- Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Prozesse
Welche Vorteile bietet eine Gabelstapler-Waage?
Bei einer stationären Waage bilden Transportieren und Wiegen zwei getrennte Arbeitsschritte. Der Stapler muss die Ware aufnehmen, zur Waage fahren, die Wiegung durchführen und anschließend den eigentlichen Transport fortsetzen.
Ein Wiegesystem für Gabelstapler integriert die Gewichtsermittlung direkt in diesen Ablauf.
Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile:
Kürzere Fahrwege
Der Umweg zu einer stationären Waage entfällt. Besonders bei vielen täglichen Wiegevorgängen kann dies die innerbetrieblichen Fahrwege deutlich reduzieren.
Weniger Prozessschritte
Aufnehmen, transportieren und wiegen erfolgen mit demselben Fahrzeug. Die Ware muss nicht zusätzlich abgesetzt oder umgeschlagen werden.
Direkte Gewichtskontrolle
Abweichungen können bereits während der Kommissionierung oder vor der Verladung erkannt werden. Das reduziert das Risiko von Fehlmengen, Überladungen oder unvollständigen Lieferungen.
Bessere Dokumentation
Wiegedaten können einem Auftrag, einem Artikel, einer Warengruppe oder einer Benutzer-ID zugeordnet werden. Mit geeigneten Schnittstellen lassen sie sich digital speichern und weiterverarbeiten.
Flexible Nutzung
Mobile Wiegesysteme können dort eingesetzt werden, wo die Ware ohnehin bewegt wird – beispielsweise im Lager, in der Produktion, im Außenbereich oder an der Verladerampe.
Welche Wiegesysteme für Gabelstapler gibt es?
Grundsätzlich wird zwischen hydraulischen Wiegesystemen und wiegezellenbasierten Lösungen unterschieden.
Beide Technologien können direkt am Gabelstapler eingesetzt werden, unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktionsweise, Genauigkeit, Robustheit und Integration.
Hydraulische Wiegesysteme für Gabelstapler
Ein hydraulisches Wiegesystem ermittelt das Gewicht über den Druck im Hubsystem des Staplers. Dazu wird ein Messblock in die Fahrzeughydraulik integriert.
Die Messtechnik befindet sich geschützt im Fahrzeug. Dadurch eignet sich die hydraulische Technik besonders für robuste Einsätze, wechselnde Anbaugeräte und anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.
Das hydraulische Wiegesystem TC EVO
Das TC EVO von Griptech wird über einen kompakten Messblock direkt an die Hauptleitung zum Hubgerüst angeschlossen. Ein zusätzlicher Rücklauf zum Tank ist nicht erforderlich.
Der Fahrer aktiviert den Wiegevorgang am Anzeigegerät und senkt die Last kontrolliert ab. Innerhalb von etwa drei Sekunden wird das Gewicht angezeigt.
Abhängig von der Art des Flurförderzeugs erreicht das TC EVO eine Genauigkeit von ±0,2 bis ±0,5 Prozent der Fahrzeugtragfähigkeit. Das System kann unter anderem an Niederhubwagen, Hochhubwagen, Schubmaststaplern und Gegengewichtsstaplern eingesetzt werden. Da keine zusätzlichen Wiegebauteile vor dem Gabelträger montiert werden, wird die Tragfähigkeit des Fahrzeugs durch das System nicht beeinträchtigt.
Hydraulische Wiegesysteme eignen sich besonders, wenn:
- eine robuste und geschützte Lösung benötigt wird,
- unterschiedliche Lasten transportiert werden,
- vorhandene Anbaugeräte weiter genutzt werden sollen,
- das Fahrzeug nachgerüstet werden soll,
- eine zuverlässige Kontrollwiegung im Mittelpunkt steht.
Wiegezellenbasierte Wiegesysteme
Bei wiegezellenbasierten Systemen wird die durch die Last verursachte Materialverformung elektronisch erfasst. Die Wiegezellen können beispielsweise in den Gabelzinken, in einem Gabelträger oder in einem Fahrzeug integriert sein.
Das Gewicht wird in der Regel direkt beim Anheben beziehungsweise nach dem Aufnehmen der Last angezeigt. Wiegezellenbasierte Systeme eignen sich dadurch besonders für Anwendungen mit vielen unmittelbar aufeinanderfolgenden Wiegevorgängen.
Wiegender Gabelträger WGT
Der wiegende Gabelträger WGT von Griptech wird entweder als Vorbaugerät am vorhandenen Gabelträger montiert oder direkt in das Hubgerüst integriert.
Bei der integrierten Ausführung können zusätzliches Vorbaumaß und Eigengewicht reduziert werden. Auf dem WGT lassen sich Standard-Gabelzinken oder geeignete Anbaugeräte montieren.
Vier Wiegezellen sorgen für eine gleichmäßige Erfassung der Last. Das System ermöglicht das Wiegen in unterschiedlichen Hubhöhen und erreicht eine Genauigkeit von ±0,5 Prozent des tatsächlich gewogenen Gewichts.
Wiegezellenbasierte Systeme eignen sich besonders, wenn:
- das Gewicht unmittelbar angezeigt werden soll,
- viele Wiegevorgänge nacheinander stattfinden,
- auch kleinere Gewichtsunterschiede relevant sind,
- Stückzählungen oder Dosierprozesse vorgesehen sind,
- eine definierte Wiegegenauigkeit bezogen auf die aktuelle Last benötigt wird.
Hydraulisches Wiegesystem oder Wiegezellen?
Welche Technik besser geeignet ist, hängt vom konkreten Einsatz ab.
| Kriterium | Hydraulisches Wiegesystem | Wiegezellenbasiertes System |
|---|---|---|
| Messprinzip | Druckmessung in der Hubhydraulik | Elektronische Messung der Last |
| Montage | Integration in die Fahrzeughydraulik | Integration in Zinken, Gabelträger oder Fahrzeug |
| Schutz der Sensorik | Geschützt im Fahrzeug | Sensorik befindet sich näher an der Lastaufnahme |
| Wiegevorgang | Kurzes kontrolliertes Anheben oder Absenken | Gewichtsanzeige beim Aufnehmen der Last |
| Einfluss auf Vorbaumaß | In der Regel kein zusätzlicher Vorbau | Abhängig von der Ausführung |
| Typischer Einsatz | Robuste Kontrollwiegung und Nachrüstung | Schnelle und präzise Prozesswiegung |
| Kombination mit Anbaugeräten | Sehr gut möglich | Abhängig von der Systemausführung |
| Genauigkeit | Abhängig von Fahrzeug und System | Abhängig von Bauart und Wiegezellen |
Ein hydraulisches System ist häufig die richtige Wahl, wenn ein vorhandener Stapler möglichst kompakt nachgerüstet werden soll. Ein wiegezellenbasiertes System bietet Vorteile, wenn das Gewicht ohne zusätzliche Wiegebewegung möglichst unmittelbar zur Verfügung stehen soll.
Kann eine Gabelstapler-Waage nachgerüstet werden?
Viele Wiegesysteme lassen sich an bereits vorhandenen Flurförderzeugen nachrüsten. Welche Lösung infrage kommt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Fahrzeugtyp
- Tragfähigkeit
- Hubgerüst
- Hydrauliksystem
- vorhandenen Anbaugeräten
- benötigter Genauigkeit
- Arbeitsumgebung
- gewünschter Datenübertragung
- Anforderungen an eine eichfähige Ausführung
Hydraulische Systeme wie das TC EVO werden direkt in die Hubhydraulik eingebunden. Dadurch bleiben die vorhandenen Gabelzinken und Anbaugeräte grundsätzlich erhalten.
Wiegende Gabelträger oder wiegende Gabelzinken werden an der Lastaufnahme montiert oder in das Hubgerüst integriert. Dabei müssen Eigengewicht, Vorbaumaß und die daraus resultierende Resttragfähigkeit des Staplers berücksichtigt werden.
Vor der Nachrüstung sollte deshalb immer geprüft werden, wie sich das ausgewählte System auf Fahrzeug, Lastschwerpunkt und Resttragfähigkeit auswirkt.
Wie genau muss eine Staplerwaage sein?
Nicht jede Anwendung benötigt dieselbe Wiegegenauigkeit.
Für eine einfache Kontrolle, ob eine Palette vollständig ist oder ein Fahrzeug überladen werden könnte, gelten andere Anforderungen als bei einer Abrechnung nach Gewicht oder bei besonders kleinen Gewichtsdifferenzen.
Entscheidend ist außerdem, worauf sich die Genauigkeitsangabe bezieht:
Genauigkeit bezogen auf die Fahrzeugtragfähigkeit
Bei hydraulischen Wiegesystemen wird die Genauigkeit häufig als Prozentsatz der nominalen Tragfähigkeit des Staplers angegeben.
Bei einem Fahrzeug mit 2.500 Kilogramm Tragfähigkeit entsprechen 0,2 Prozent beispielsweise einer möglichen Abweichung von 5 Kilogramm.
Genauigkeit bezogen auf das gewogene Gewicht
Bei wiegezellenbasierten Systemen kann sich die Genauigkeit auf die tatsächlich aufgenommene Last beziehen.
Bei einem Gewicht von 1.000 Kilogramm entsprechen 0,5 Prozent beispielsweise einer möglichen Abweichung von 5 Kilogramm.
Die Prozentwerte unterschiedlicher Systeme sollten deshalb nicht verglichen werden, ohne die jeweilige Bezugsgröße zu berücksichtigen.
Wann wird ein eichfähiges Wiegesystem benötigt?
Kontrollwiegungen innerhalb eines Unternehmens benötigen nicht automatisch eine geeichte Waage. Werden Gewichtswerte jedoch im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr verwendet, können die Vorschriften des Mess- und Eichrechts relevant sein.
Das betrifft beispielsweise Situationen, in denen:
- Waren nach Gewicht verkauft oder abgerechnet werden,
- das Gewicht Grundlage einer Rechnung ist,
- amtlich relevante Gewichtsdaten erzeugt werden,
- Gewichtswerte gegenüber Dritten verbindlich verwendet werden.
„Eichfähig“ bedeutet zunächst, dass ein System in einer entsprechenden Ausführung bereitgestellt werden kann. Das ist nicht automatisch mit einer bereits geeichten und für den vorgesehenen Zweck freigegebenen Waage gleichzusetzen.
Die konkreten Anforderungen sollten vor der Auswahl des Systems für den jeweiligen Anwendungsfall geprüft werden. Für besonders hohe Genauigkeitsanforderungen bietet Griptech beispielsweise das hydraulische Wiegesystem TC4000 mit einer Genauigkeit von ±0,1 Prozent der Fahrzeugtragfähigkeit und einer eichfähigen Ausführung an.
Typische Einsatzbereiche mobiler Wiegetechnik
Wareneingang
Eingehende Paletten können bereits beim Abladen kontrolliert werden. Das ermittelte Gewicht lässt sich mit Lieferschein- oder Auftragsdaten vergleichen.
Kommissionierung
Während der Zusammenstellung eines Auftrags kann das aktuelle Gewicht als zusätzliche Kontrollgröße dienen. Sind die Einzelgewichte der Produkte bekannt, lässt sich über das Gesamtgewicht prüfen, ob die vorgesehene Menge aufgenommen wurde.
Warenausgang und Versand
Vor der Verladung kann kontrolliert werden, ob das Versandgewicht plausibel ist. Wiegedaten können außerdem für Versanddokumente oder Etiketten bereitgestellt werden.
Produktion
Rohstoffe, Zwischenprodukte oder Fertigteile lassen sich direkt bei der Bereitstellung wiegen. Das unterstützt Materialverbrauch, Rückverfolgbarkeit und Bestandsführung.
Abfall- und Recyclingwirtschaft
Materialmengen können unmittelbar beim innerbetrieblichen Transport erfasst und unterschiedlichen Bereichen, Aufträgen oder Kostenstellen zugeordnet werden.
Wiegetechnik in Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Prozessen
Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Prozesse sind auf eine termingerechte und mengenmäßig korrekte Materialbereitstellung angewiesen. Schon eine fehlende Komponente kann den nachfolgenden Produktionsablauf beeinträchtigen.
Eine Gewichtskontrolle direkt am Stapler kann deshalb als zusätzliche Prüfstufe in den Kommissionierprozess integriert werden.
Ein typischer Ablauf kann folgendermaßen aussehen:
- Der Fahrer scannt den Produktions- oder Versandauftrag.
- Die vorgesehenen Waren werden kommissioniert.
- Der Stapler ermittelt das Gesamtgewicht der aufgenommenen Last.
- Das Istgewicht wird mit dem hinterlegten Sollgewicht verglichen.
- Bei Übereinstimmung wird der Auftrag freigegeben.
- Optional wird automatisch ein Versand- oder Identifikationsetikett gedruckt.
- Bei einer Abweichung wird der Vorgang zur Überprüfung gekennzeichnet.
Die Gewichtskontrolle ersetzt dabei nicht zwangsläufig andere Prüfverfahren. Sie ergänzt diese um eine schnell verfügbare und objektive Kontrollgröße.
Wiegedaten digital erfassen und übertragen
Der Nutzen einer Staplerwaage endet nicht bei der Anzeige des Gewichts. Mit geeigneten Schnittstellen können die ermittelten Daten direkt in weitere Prozesse eingebunden werden.
Die Griptech SmartBox macht den Stapler in Kombination mit einem Wiegesystem zu einer mobilen Datenerfassungseinheit.
In der Standardkonfiguration können unter anderem folgende Informationen verarbeitet werden:
- Brutto-, Netto- und Taragewicht
- Datum und Uhrzeit
- Fahrer- oder Benutzer-ID
- Scannerinformationen
- Auftrags- und Warengruppendaten
- einzelne und addierte Wiegungen
Die SmartBox verfügt über 32 GB Speicher und kann mehr als eine Million Wiegevorgänge archivieren. Handscanner und Drucker können direkt in den Prozess eingebunden werden. Über WLAN oder Mobilfunk lassen sich erfasste Daten außerdem an ein Warenwirtschaftssystem übertragen.
Dadurch sind beispielsweise folgende Abläufe möglich:
- Übertragung von Wiegedaten an ERP- oder WMS-Systeme
- Vergleich von Soll- und Istgewicht
- Zuordnung einer Wiegung zu einem Auftrag
- automatische Freigabe eines Versandvorgangs
- Ausgabe von Etiketten oder Wiegebelegen
- Dokumentation für Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung
Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich mobiles Wiegen?
Ob sich die Investition in ein Wiegesystem rechnet, hängt vor allem von der Anzahl der täglichen Wiegevorgänge und den bisher dafür erforderlichen Fahrwegen ab.
Für eine erste Bewertung sind folgende Angaben hilfreich:
- Anzahl der Wiegevorgänge pro Tag
- durchschnittliche Fahrzeit zur stationären Waage
- Zeitbedarf für das Absetzen und erneute Aufnehmen
- Personalkosten des Fahrers
- Betriebskosten des Staplers
- mögliche Wartezeiten an der Waage
- Kosten durch Fehlkommissionierungen oder Überladungen
- Aufwand für manuelle Datenerfassung
Bereits wenige eingesparte Minuten pro Wiegevorgang können sich bei einer hohen täglichen Nutzung zu einem erheblichen Zeitgewinn summieren.
Mit der TC EVO Challenge von Griptech lässt sich der mögliche Return on Investment einer mobilen Wiegelösung anhand der betrieblichen Rahmenbedingungen berechnen.
Welches Wiegesystem passt zu Ihrem Einsatz?
Vor der Auswahl sollten zunächst die wichtigsten Anforderungen definiert werden:
- Welches Fahrzeug soll ausgestattet werden?
- Welche Lasten werden überwiegend gewogen?
- Welche Genauigkeit wird benötigt?
- Wie viele Wiegevorgänge finden täglich statt?
- Werden Anbaugeräte eingesetzt?
- Ist eine eichfähige Ausführung erforderlich?
- Müssen Wiegedaten gespeichert oder übertragen werden?
- Sollen Scanner oder Drucker angebunden werden?
- Wird das Fahrzeug im Innen- oder Außenbereich eingesetzt?
- Soll ein vorhandener Stapler nachgerüstet werden?
Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob ein hydraulisches Wiegesystem, ein wiegender Gabelträger, Wiegegabeln oder ein komplett wiegendes Flurförderzeug die wirtschaftlichste Lösung darstellt.
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ROI Berechnung mobile Wiegetechnik
Mobile Wiegesysteme ermöglichen es, Ladegut direkt im Warenfluss zu wiegen – ohne zusätzliche Wege zu einer stationären Waage. Dadurch reduzieren sich Standzeiten und Personalaufwand erheblich. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Technologien:
- Wiegesysteme mit elektronischen Wiegezellen: Diese zeigen das Gewicht sofort beim Anheben der Ware an. Die Wiegezellen sind meist in den Gabeln oder im Gabelträger integriert – dadurch aber auch mechanisch weniger geschützt als intern verbaute Systeme.
- Hydraulische Wiegesysteme: Diese nutzen den Hydraulikdruck im Stapler zur Gewichtsermittlung. Die Technik ist vollständig im Fahrzeug verbaut und dadurch besonders geschützt. Der Wiegevorgang erfolgt hier über ein kurzes Anheben und Absenken der Last. Der gesamte Vorgang dauert etwa 3-5 Sekunden.
Fazit: Wiegen und Transportieren in einem Arbeitsgang
Wiegesysteme für Gabelstapler integrieren die Gewichtskontrolle direkt in den Materialfluss. Zusätzliche Wege zu einer stationären Waage können entfallen und Gewichtsdaten stehen dort zur Verfügung, wo die Ware ohnehin bewegt wird.
Hydraulische Staplerwaagen überzeugen vor allem durch ihre geschützte Bauweise, die kompakte Nachrüstung und die gute Kombinierbarkeit mit Anbaugeräten. Wiegezellenbasierte Lösungen bieten Vorteile bei schnellen, unmittelbar aufeinanderfolgenden Wiegungen und bei Anwendungen mit höheren Anforderungen an die Gewichtserfassung.
Durch die Verbindung mit Scanner, Drucker, SmartBox und Warenwirtschaft wird aus der mobilen Waage eine digitale Datenschnittstelle. So kann das Wiegen nicht nur Transportwege reduzieren, sondern auch Kommissionierung, Versandkontrolle und Just-in-Time-Prozesse unterstützen.
Griptech bietet unterschiedliche mobile Wiegesysteme für Niederhubwagen, Hochhubwagen, Schubmaststapler, Gegengewichtsstapler und Schwerlastanwendungen. Gemeinsam mit Ihnen ermitteln wir, welche Technik, Genauigkeit und Datenanbindung zu Ihrem Einsatz passt.
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